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Altenbuch

Die Geschichte von Altenbuch

  Im Tal des Faulbachs, der nördlich des Ortes entspringt, liegt das Spessartdorf Altenbuch. Hervorgegangen ist die Gemeinde aus den beiden Siedlungen Oberaltenbuch und Unteraltenbuch, die ihrerseits, trotz der Nähe zueinander, eine jeweils andere geschichtliche Entwicklung nahmen.
Die Gründung der beiden Orte hat ihre Ursache sicher im Besitzstreit zwischen dem Kurfürstentum Mainz und den Herren von Rieneck um Vorrechte im Spessart in der Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts: Während Oberaltenbuch, wie Krausenbach, Hessenthal und die Burg Wildenstein, Rienecker Siedlung war, wurde Unteraltenbuch von Mainz angelegt. Die Siedlungsformen entsprachensich in beiden Orten: Es waren Waldhufendörfer, wie sie in den engen Spessarttälern üblich waren.
Noch einige Jahrhunderte später, in der Zeit um 1850, als man die ersten Kasteraufnahmen machte, konnte man die Grenzen dieser ersten "Hufen" erkennen.

Man sah, dass Unteraltenbuch aus 25 solcher Streifengüter hervorgegangen war, während es in Oberaltenbuch 9 gab.

Diese einzelnen Güter waren zwischen 15 und 20 Hektar groß und nach ihrem Erstbesitzer benannt.

Die im Mainzer Kurstaat übliche Realteilung bei der Erbfolge ließ die alten Streifengüter allmählich verschwinden. In einer Steuerhebeliste von 1250 ist Altenbuch erstmals genannt: "Aldinbuch exaltera parte auquae" (Altenbuch dieseits des Baches) steht da geschrieben. Gemeint ist Unteraltenbuch, das zu dieser Zeit zum Burgbezirk Prozelten gehörte. Seit Beginn des 14. Jahrhunderts erhielt Kurmainz schließlich die Oberherrschaft über den Spessart. 1559 erlosch das Geschlecht der Rienecker ganz.
Nach dem dreißigjährigen Krieg 1648, sollte die nur wenige Kilometer entfernt liegende, stark zerstörte Kartause Grünau wieder neu entstehen. Es fehlte aber die wirtschaftliche Basis. So kaufte man 1657 Oberaltenbuch für 1640 Reichstaler vom Stift St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, errichtete dort einen Klosterhof und legte einen großen Fischteich an. 1770 erbauten beide Orte gemeinsam ein Gotteshaus und weihten es dem heiligen Wolfgang. Die religiöse Betreuung der Bevölkerung oblag von alters her dem Pfarrer von Dorfprozelten.

1810 wurde Altenbuch selbständige Pfarrei. Erst 1938 vereinigten sich Ober- und Unteraltenbuch zur politischen Gemeinde Altenbuch.

Diese zählt heute ca. 1310 Einwohner, gehört zum Landkreis Miltenberg und ist eine typische Wohngemeinde des Südspessarts.

Altenbuch ist seit 01.05.1978 Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Stadtprozelten.


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Die Geschichte Altenbuchs
Ehemaliges Forsthaus Altenbuch
Wilderer Hasenstab
Gedenkstein Wolfsbuche